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Mit diesen beiden Werken hat Bach höchst wertvolle Beiträge zum Sterben und zum Tod geliefert. Der Actus tragicus ist ein sehr frühes Werk, das noch ganz in der Tradition der Motette wurzelt aber schon Bachs genialen Umgang mit dieser Gattung aufzeigt. In seiner Motette Jesu meine Freude verbindet Bach mit der dogmatischen Bestimmtheit und Schärfe der Lehre Luthers die innigste persönliche Hingabe an Christus. Bach erreicht diese Wirkung, indem er in Form eines Rondos die sechs Strophen des Liedes von Johann Franck Jesu meine Freude als Choralvariationen auskomponiert und dazwischen jeweils als Zwischenspiel freie Kompositionen von Texten aus dem Römerbrief, die für Luthers Rechtfertigungslehre grundlegend sind, einschiebt. Dadurch, dass auch die Zwischenthemen gleichfalls aus dem Hauptthema, nämlich der Choralmelodie gewonnen werden, wird für uns erfahrbar gemacht, dass in der gläubigen Annahme Jesu, der „meine Freude“ ist, der persönliche Glaubensvollzug und der Inhalt der Glaubenswahrheit eine Einheit bilden oder zur Einheit gebracht werden.
In dem Seminar wollen dem theologischen und musikalischen Gehalt nachspüren und – was singbar für uns ist – auch singend erleben.
Notenkenntnisse erwünscht.
Frater Gregor Baumhof OSB
EZ 339 Euro; DZ 319 Euro
Gäste- und Tagungshaus St Pirmin, Mauritiushof 1, 94557 Niederalteich T 09901 2086 E st.pirmin@abtei-niederaltaich.de